Schwarzerde, Salzstraße und sehr viel Leid prägen die Geschichte der Gemeinde.
Zöschen liegt an der B 181 zwischen Merseburg und
Leipzig und
südlich des Landschafts- schutzgebietes "Elster -
Luppe - Aue". Erstmals urkundlich erwähnt wurde der Ort am 9.
Juni
1269.
Der 1939 eingemeindete Ortsteil Zscherneddel, taucht 1091 als Lehen des
Petersklosters in Merseburg in den Urkundenbüchern auf.
Beide Orte bestehen jedoch viel länger, was die altsorbischen
Sprachwurzeln beweisen: Zöschen, um 1269 genannt Zseseme,
bedeutet
soviel wie "der in diesem Land Wohnende, der Hiesige ",
während
Zscherneddel auf die fruchtbare Schwarzerde verweist.
Von 1440 bis 1819 hatte das Adelsgeschlecht von Brandenstein in
Zöschen seinen Sitz. Die Herren von Brandenstein waren
thüringische Adelige, die sich den Wettinern unterordneten. In
der
Geschichte des Stiftes Merseburg, besonders in der Herzogszeit, spielte
diese Familie eine bedeutende Rolle.
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