Vereine
Heimat- und Geschichtsverein Rodden e. V.Der Heimat- und Geschichtsverein Rodden e. V. wurde im Oktober 2005 gegründet. Damals waren wir 20 Mitglieder. Die Mitgliederzahl hat sich bis heute im Jahre 2010 auf 28 erhöht. Die Vorsitzende des Heimatvereins ist Christa Gawlak, stellvert. Vorsitzender ist Tobias Pfeil und die Kassiererin ist Eva Siermann. Viele schöne Veranstaltungen sind Dank Christa Gawlak und ihren fleißigen Helferinnen bisher unternommen worden. Nichtmitglieder waren uns jederzeit Willkommen, dadurch konnten 8 neue Mitglieder gewonnen werden. Auch helfen die Mitglieder des Heimatvereins bei der Gestaltung des Heimatfestes sowie der Rentnerweihnachtsfeier. Man kann sagen, dass der Heimatverein ein Gewinn für die Gemeinde Rodden ist.
Eine Feuerwehr hat es schon vor oder um 1874 gegeben. Denn 1874 wurde in Rodden das Spritzenhaus laut Jahreszahl über der Tür gebaut. Am 25. August 1876 wurden 121 Taler 3 Gar. und zehn Pfennige zur Anschaffung einer neuen Feuerwehrspritze und Aufbau eines neuen Spritzenhauses für beide Gemeinden Rodden u. Pissen von Ortsrichter Walbe/Pissen an Schubert/Rodden bar bezahlt. Ab 1892 wurden regelmäßig Jahresbeiträge für die Unterhaltung der Feuerlöschgerätschaften erwähnt. 1919 wurden 1000,- M und 1920 die Restsumme von 159,- zum Spritzenhausbau bezahlt.
Die Freiwillige Feuerwehr Rodden
Die Freiwillige Feuerwehr von Rodden ist 1934 gegründet worden.Unter dem damaligen Wehrleiter Marquart, Hermann gehörten 28 Kameraden zu dieser neu gegründeten Wehr. Als Nachfolger des Kameraden wurde Kamerad Emmer, Friedrich gewählt. Bis 1940 war ein reges Feuerwehrleben in unserer Gemeinde. Durch den Krieg und die vielen Einberufungen war es schwierig die FFw aufrecht zu erhalten. Im Jahre 1944/45 ruhte die Arbeit der FFw Rodden. Aber nur bis November 1945, als dann unter dem damaligen Wehrleiter Kamerad Knauth, Walter mit 20 Kameraden einen Neuanfang gemacht wurde. Aber nur bis zum Jahre 1947, von da an zog eine lange Ruhepause bei der FFw ein, bis zum Jahre 1957. Wiederum war es der damalige Wehrleiter Knauth, der einen Neuanfang versuchte und es war ein erfolgreicher Versuch.
Mit 19 Neuzugängen wurde der Grundstein für die kommenden Jahre gelegt. Mit 21 Kameraden, die noch in der FFw Rodden waren, zählte die Wehr jetzt 40 Kameraden. Anfangs mit Hilfe einer Spritze, die von einem Pferdewagen, später von einem Traktor gezogen wurde. Diese Handdruckspritze mußte von 8 Kameraden betätigt werden. Bis zum Jahr 1964 leitete Kamerad Knauth diese Wehr und übergab das Amt des Wehleiters an Kamerad Müller, Hilmar. Die “alte Mary” eine gebrauchte TS 8 war die erste Motorspritze. Diese kam und ging, der erste Mannschaftswagen ebenfalls. Das war ein umgebauter Viehtransporter - “da gab es nur Ärger mit dem Ding”, jeden Sonntag haben wir an dem Kasten rumgebaut erinnert sich der jetzige Wehrleiter Bernd Grahl. In den folgenden Jahren wurde mit Unterstützung des Rates der Gemeinde das Gerätehaus in einen ordentlichen Zustand versetzt.
1964 wurde unsere FFW mit neuer Technik durch Anschaffung einer TS 8 mit TS A, sowie Schlauchmaterial und Uniformen ausgerüstet. Später wurden auch Atemschutzgeräte angeschafft.
Ab 1969 gab es schon eine Brandschutzgruppe bestehend aus 4 Kameradinnen im Roddener Betriebsteil, des VEB Armaturen und Gerätebau Merseburg. Kamerad Schimmelschmidt, Klaus übernahm bis 1987 die Funktion des Wehrleiters. Ab 1987 ist Grahl, Bernd Wehrleiter, sein Stellvertreter ist Küchler, Jürgen. 1993 wurde das Gerätehaus in Rodden von Grund auf renoviert. Aber die Arbeit hörte nicht auf und so begann die Renovierung des Schulungs- und Geräteraumes in Pissen. Diese Räume (Schafstall) sind angemietet worden von Herrn Munz, Geschäftsführer der gleichnamigen Transport und Logistik GmbH.
Herr Munz stellt nicht nur die Räume sowie die Heizungs- und Stromkosten zur Verfügung sondern bezahlte die komplette Renovierung, sowie die Heizungs- und
Stromkosten. 1995 wurden die neuen Räume eingeweiht. Als Gäste konnten wir die damalige Bürgermeisterin Frau Wargowske, Herrn Munz sowie den Kommandanten und seinen Stellvertreter aus Ried begrüßen.
Herr Munz dankte allen Kameradinnen und Kameraden für die geleistete Arbeit. Aber die große Überraschung für uns alle war das Feuerwehrauto, Typ Ford Transit, was Herr Munz mitgebracht hatte. Dadurch ist unsere Einsatzbereitschaft mobiler und flexibler geworden.
Wenn man die Zeit von 1934 bis heute betrachtet hatte unsere Feuerwehr nur wenig Einsätze.
1981 brannte ein Schalterschrank,1982 Schwelbrand im Gehöft Walbe, 1986 war ein Großbrand. Die Scheune mit dem Jungtierschafstall brannte durch eine defekte elektrische Anlage am Strohgebläse, 1994 ein in brandgesetzter Pkw auf dem Gelände der Fa. Munz und 2000 Bergung eines Pkw´s aus dem Dorfteich.
Viele Jahre gab es große sportliche Höhepunkte in unserer Wehr. Trotz großen Anstrengungen und Ausbildung, war es den Männer nie vergönnt den 1. Platz zu belegen. Viele Male belegten sie den 2. Platz. Dagegen hatte jeder Respekt vor unseren Kameradinnen. Sie belegten bei vielen Wettkämpfen die vordersten Plätze. Der Höhepunkt unserer Wehr aber waren die damaligen DDR-Meisterschaften. Unsere Wehr stellte damals die besten Kameradinnen, Grahl, Martina; Bäßler, Berit und Mall, Brigitte die die Wehr zu großen Ansehen brachten.
Arnd Pfeiffer
Wehrleiter
Ortschronistin: Karin Starke