Zweimen
Mitglieder des Ortschaftsrates: Rode, Helmut (Ortsbürgermeister)
Jacobi, Wilfried
Ketscher, Dirk
Dr. Laufer, Mario
Neumann, Andre`
Mund, Karla
Sander, Peter
Stein, Christine
Einladung zur öffentlichen/ nicht öffentlichen Sitzung des Ortschaftsrates Zweimen am 24. Juni 2010
Festlicher Zug von Tür zu Tor – von Göhren, Zweimen nach DölkauUnsere drei Ortsteile liegen malerisch auf einer ersten Terrasse der Luppe-Aue, und so sich der Fernreisende und Berufspendler nicht alleine vom mitteldeutschen Industriezentum mit Energieerzeugern und Chemieindustrie am Horizont ablenken lässt, entdeckt der Erholungssuchende und Naturfreund in mitten ziviler Errungenschaften und Verkehrsgedönse die letzten Reste einer vormals größten geschlossenen Auenlandschaft. Die bei Göhren gefundenen Artefakte lassen auf eine erste Besiedlung in der Luppe-Aue bis weit vor der letzten Welle der Völkerwanderung (6.Jahrhundert) und dem Vordringen der Slawen (Wenden genannt) schlussfolgern.
Otto der Große gegründete 968 das Bistum Merseburg. Gesichert ist die erste urkundliche Erwähnung von Zweimen vom 01. Aug. 1091. Dölkau selbst scheint etwas älter zu sein, wurde vermutlich im Jahre 1021 erstmalig erwähnt. Erstmalig erscheint im 13. Jhd. ein Ministerialengeschlecht, welches sich nach der Burg Zweimen nennt: Henricus de Zweymne (1286), Ulricus de Zweymne (1287).
Letzter Wechsel der weltlichen Territorialgewalt erfolgte mit dem Wiener Kongress von 1815 vom Königreich Sachsen nach Preußen.
Touristische Empfehlungen
Dölkau (villa Telka) und ZWEIMEN (Sweym) sind Ortsstationen an dem heute wieder rekonstruierten mittelalterlichen Jakobspilgerweg, der von Görlitz nach Vacha auf einer Länge von 398 km führt, mit dem Fernziel Santiago de Compostela (www.oekumenischer-pilgerweg.de).
Göhren bildet mit seiner historischen Postsäule und ehemaligen Pferdeausspanne, an der B 181 gelegen, den südlichen Zugang zum Naturschutzgebiet der Luppeaue. Ob Wochenendler, Pilgerer, Naturfreund oder Geschäftspartner; sowohl die Einkehr im mehr als 100-jährigem Gasthaus Zweimen auf eine Gose bei gutbürgerlicher Küche, als auch ein Besuch unserer Kirche, inschriftlich 1492, kann Beginn, Station oder Ziel Deiner Tour sein.Unsere „St. Barbara-Kirche“ in Zweimen wurde 1665 vollständig erneuert und 1706 nochmals umgebaut. Seither hat sie ihre markante Größe, welche sie als Dom der Elster-Luppe-Aue auszeichnet, ebenso behalten, wie den von Merseburger Baumeister Hoppenhaupt initiierten Zwiebelturm. Ergänzt wird die Ausstattung (Altar und Holzfigur der St. Barbara aus dem 16. Jhd.) der Kirche durch Grabplatten, Gedenktafeln für die Familie von Hohenthal, erhaltene Schweizer Wappenfenster sowie die vom Orgelbaumeister Rühlemann im 1897 errichtete pneumatische Orgel. Das Leben und Wirken der Grafen von Hohenthal auf Schloss Dölkau ab 1750 prägt noch heute die Ortsarchitektur und Sichtachsen auf Dölkau. Ein Rittergut mit Schloßensemble (1806), umgeben von seinen ehemaligen backsteinernen Frohn- und Lehnsgebäuden mit „Emil-Stift“ und Alter Dorfschule, in der noch heute unsere Kinder altersübergreifende Betreuung und Bildung erhalten.
Am Schlossteich Dölkau ist der attraktivste Zugang in die „Luppeaue bei Horburg und Zweimen“, einem LSG, bei dem es sich um den größten zusammenhängenden und damit weitgehend unzerschnittenen Hartholzauwald mit umliegenden Wiesen entlang der mäandrierenden (alten) Luppe handelt.
Zu Fuß oder Fahrrad sind mehr als einmalige Tagestouren auf Rundwegen entlang blühendem Bärlauchteppich, prächtigem Ahronstab, zur Friedens-, Kaiser- und Königseiche mit Ihren bis zu 7 m Umfang als prächtige Kulisse für Nortic Walking, Schnitzeljagt, Osterspaziergang und Piknickpause zu empfehlen.
Schwarz- und Rotmilan, Wespenbussard, Rohrweihe, Tüpfelsumpfhuhn, Eisvogel, Neuntöter, Schwarzspecht und sogar der Mittelspecht schätzen das Revier als Lebensraum zwischen Elster, Luppe und Saale.
Die enge Verzahnung der Aue mit unseren dörflichen Strukturen wird auch durch die Existenz von Wochenstuben der Wasserfledermaus sowie eines seit Jahren besetzten Brutplatzes der Schleiereule im Schlosspark Dölkau verdeutlicht.
Über die Landesgrenzen hinaus ist das Johannisbierfest in lebendiger Brauchtumspflege durch engagierten dörflichen Gemeinschaftsinn berühmt.Der Johanniskranz, aus frischem Eichenlaub zuvor geflochten, wurde seit 1991 wieder beginnend am Zweimener Dorfplatz von Tor zu Tür mit Blaskapelle, Glücks- & Seegenswünschen ausgefahren. Wochenlang ziert er an Haus und Hoftor bis „…das erste Fuder Getreide in die Scheune führ. Da hielt der Bauer mit seinen Pferden, nahm schweigend mit der Gabel den Kranz vom Nagel und legte ihn zu unterst in die Banse. Er schützte vor Blitz und Feuer“. Schaulustige, die den festlichem Zug von Tür zu Tor, von Göhren, Zweimen nach Dölkau, bekleiden, werden über 150 von uns selber handgefertigte Kränze zählen.
Kulturelle Höhepunkte
- LSG „Luppeaue bei Horburg und Zweimen“
- Turmaufstieg Kirche Zweimen / 1. Sa. i. Monat
- Osterspaziergang
- Frühlingsfest der Gemeinde / 1. Mai
- Johannisbierfest / 24. Juni folgendes WE
- Sprottenfest / 2. September
- Weihnachtsmarkt KiTa „Villa Kunderbunt“ & Föderverein d. FFW / Sa. des 2.Advent-WE
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Pressemeldungen
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