Saale Radwanderweg
Der Saale - Radwanderweg verläuft auf einer Länge von 8 km auch durch die Stadt Leuna und ihre Ortsteile. Durch Informationstafeln wird auf die verschiedenen Sehenswürdigkeiten der Stadt hingewiesen.
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Sehenswertes am Saale Radwanderweg
1. Das Waldbad Leuna
Das Waldbad Leuna wurde 1930/31 nach den Entwürfen des Gemeindebauamtsleiters Kurt Jahn errichtet. Am 27.4.1931 eröffnete die Kommune die Sportstätte. Es folgte eine Rekordsaison mit 400.000 Badegästen.
1944/45 wurde die Badeanstalt bei Luftangriffe schwer beschädigt. 1945-1947 nahm der Rat der Stadt Leuna bei der Bevölkerung eine Anleihe auf, um das Bad wieder aufzubauen. Anfang der 70er Jahre unternahm die Stadt einen Sanierungs-versuch, der jedoch aufgrund des chronischen Materialmangels in der DDR sehr bescheiden ausfiel. Anfang der 90er Jahre schlug ein Privatisierungsversuch fehl. Die damaligen Leunaer Stadträte entschieden sich für eine schrittweise Erneuerung des Bades. Die 100m lange Riesenrutsche entwickelte sich zu einem Besuchermagneten. Es folgten die Sanierung des Umkleidetrakts, der Wasseraufbereitungsanlage und des Beckens.
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2. Die Gnadenkirche Ockendorf im Barockstil
Der Merseburger Bildhauer Christian Trothe errichtete 1710-1714 die Gnadenkirche Ockendorf im Barockstil. An der linken Außenwand befindet sich der Grabstein des Pfarrers Crusius (1729). Die Kirchenausstattung stammt aus dem frühen 18. Jahrhundert. Das Gotteshaus besitzt eine Hufeisenempore mit Versen der Bibel und einen hölzernen Kanzelaltar. Auf dem Altar sind Geburt, Abendmahl, Kreuzigung und Auferstehung von Jesus dargestellt. Die Orgel wurde 1893 vom Merseburger Orgelbaumeister Gerhard gebaut und später von der Merseburger Firma Kühn restauriert.
Bei den Bombenangriffen 1944/45 wurde die Kirche in Mitleidenschaft gezogen. Bis 1949 hatte die Kirchengemeinde das Gotteshaus wieder aufgebaut. Jedoch vertauschten die Bauleute beide Altarsäulen miteinander.
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3. Der Rössener Hügel
Der Rössener Hügel ist der letzte Zeitzeuge der Leunaer Ur- und Frühgeschichte. Der leicht ovale Hügel ist 25 m lang, 17 m breit und 2,9 m hoch. Von 1918-1923 grub das Hallesche Provinzialmuseum für Ur- und Frühgeschichte den Hügel von Westen her an. Dabei stießen die Archäologen auf sechs Gräber (3700 v.u.Z.). Mitte der 20er Jahre wurde ein Gedenkstein für die Gefallenen der Gemeinde im ersten Weltkrieg auf dem Hügel aufgestellt. Am 29.4.1999 eröffnete die Stadt Leuna südlich des Rössener Hügels den archäologischen Garten. In ihm befinden sich Tafeln zu den wichtigsten prähistorischen Funden in Leuna: Neolithischer Grabhügel, Gräberfeld der Rössener Kultur, neolithische Siedlung und Gräber, neolithisches Grabenwerk, innenverziertes neolithisches Steinkammergrab und Gräberfeld der späten Römischen Kaiserzeit.
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4. Die Saaleparkanlage
Seit 1922 gibt es in Leuna die Saaleparkanlage. Im zweiten Weltkrieg befand sich hier eine Flakstellung und bis in die ersten DDR Jahre hinein wurden im Park Kartoffeln angebaut. Unter Leitung des Gartenarchitekten Franz Mengel wurde die Anlagen neu gestaltet. Anfang der 60er Jahre nahm das Moritzburg-Museum über den Bildhauer Beberniß Verbindung zu den Leuna-Werken auf. 1962 wurde der Versuch unternommen in den Sommermonaten Plastiken aus dem Bestand der Moritzburg in den Saaleanlagen zu zeigen, 1963 wurde daraus eine ständige Ausstellung. Zu sehen sind Werke der Jahre 1947-1967 (Walter Arnold, Theo Balden, Heinz Beberniß, Fritz Cremer, Ludwig Engelhardt, Wieland Förster, Gerhard Geyer, Renè Graetz, Waldemar Grzimek, Walter Howard, Ingeborg Hunzinger-Riehl, Will Lammert, Karl Lemke, Gerhard Lichtenfeld, Lore Plietzsch, Gerhard Rommel, Gustav Weidanz) zu sehen. Der „Plastikpark“ zeigt Werke von 1947 bis 1967 (SBZ und frühe DDR-Jahre). Es sind hier Arbeiten von Walter Arnold, Theo Balden, Heinz Beberniß, Fritz Cremer, Ludwig Engelhardt, Wieland Förster, Gerhard Geyer, Renè Graetz, Waldemar Grzimek, Walter.
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5. Das Gartenstadtprojekt
Das Gartenstadtprojekt begann der Architekt Karl Barth Anfang 1916 auf dem Reißbrett der BASF Ludwigshafen mitten im ersten Weltkrieg. Im Januar 1917 begannen die Bauarbeiten. Im November 1917 konnte das erste Wohnhaus bezogen werden. In den folgenden 10 Jahren wurden auf einer Fläche von 1 km2 936 Gebäude errichtet. Diese gliederten sich sozial in Arbeiter-, Angestellten-, Meister- und Akademikerhäuser; architektonisch in Einzel-, Reihen- und Doppelhäuser sowie Direktorenvillen. Die Gartenstadt hat kein Zentrum. 1944/45 wurde bei Luftangriffen 80% zerstört. 1950 war der Wiederaufbau abgeschlossen. 1962 wurden die Baulücken mit niedrigen Wohnblöcken aufgefüllt. In den restlichen DDR-Jahren wurden nur die Werterhaltungsarbeiten durchgeführt. Die historische Gartenstadt steht unter Denkmalschutz und ist das größte Flächendenkmal des Landkreises Merseburg-Querfurt.
6. Die Kirche Daspig
Die Kirche Daspig bildet den Westrand des Rundlingsdorfes. Die Kirchhofmauer war der wichtigste Teil einer zwei Meter hohen Dorfmauer, die das Dorf im Mittelalter schützte. Die kleine Kirche ist ein ziemlich roher und alter Bau, Turm steht im Osten. Die westliche Wand des Schiffs hat keinerlei Lichter. Durch Erhöhung des ursprünglichen Dachfirstes ist ein Steinkreuz, dessen Fußbalken in die ursprünglichen Giebelkanten fällt, während der Kopf und Arm über den First hinaus ragten, vollständig in das Mauerwerk gezogen. Die zwei großen Glocken hatte Lorenz Richter 1606 und 1612 in Halle gegossen. Die Dritte hatte die Unterschrift: „Aus dem Feuer floss ich, Christoph Gros goss mich 1607“. 1902 wurden die Glocken erneuert, zwei davon 1917 für Kriegszwecke eingeschmolzen. Im Zweiten Weltkrieg wurde das Gotteshaus beschädigt und bis 1948 wieder aufgebaut. Seit Ende der 90er Jahre wird die Kirche auf Initiative der Kirchengemeinde saniert.
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7. Die Kröllwitzer Kirche
Die Kröllwitzer Kirche - ein spätgotischer Bau aus weitem Chor und nordseitig angefügter Sakristei; das westlich anschließende kurze Schiff von gleicher Breite mit Flachdecke über hoher Kehle wohl jünger und verändert; nach Kriegs- beschädigung wurde es 1968 restauriert. Am Chor befinden sich Strebepfeiler; die spitzbogigen Fenster zeigen ein Maßwerk in den Formen der Zeit um 1500. Der stattliche Kanzelaltar stammt vom Ende des 18. Jh., der architektonische Aufbau ist aus Holz über steinerner Sockelzone mit dorischen Säulen und Dreieckgiebel; auf dem Giebel befinden sich zwei christliche Allegorien, am Korb sind Gemälde der Kreuzigung sowie Moses und Johannes. Kielbogig gerahmte spätgotische Sakramentsnische befinden sich an der Westseite des Chores.
8. Die Christ-König-Kirche
Christ-König-Kirche - 1922 gründeten die zugewanderten BASF-Stammarbeitskräfte aus dem Rheinland eine katholische Gemeinde. Sie besaßen noch keine eigene Kirche. Sie konnten 1923 jedoch eine Notkirche in der Nähe des Rössener Hügels errichten. Sie wurde am 25.11.1923 geweiht. Dies war nur eine Übergangslösung. 1929 fand die Ausschreibung für einen Architektenwettbewerb statt. Der Architekt Lippmeier erhielt für seinen Entwurf „Erlöserkirche“ den Zuschlag. Bereits am 23.7.1929 erfolge der erste Spatenstich und am 15.9.1929 die Grundsteinlegung. Am 17.8.1930 konnte die Christ-König- irche geweiht werden. 1944 schuf Prof. Ehlers aus München ein über 60 m 2 großes Mosaik, das den Kreuzweg Christi darstellt. Am Ende des zweiten Weltkrieges wurde die Kirche schwer beschädigt. 1951/52 war die Kirche wieder aufgebaut. In der Zeit des realen Sozialismus konnte die Gemeinde nur mit großer Anstrengung das Gebäude instand halten.
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