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Rodden

Mitglieder des Ortschaftsrates:

Rödiger, Gerhard (Ortsbürgermeister)
Gawlak, Ralf   
Mahler, Franco   
Müller, Michael   
Pfeiffer, Arndt   
Pohl, Iris   
Schäfer, Heinz   
  Einladung zur öffentlichen/ nicht öffentlichen Sitzung des Ortschaftsrates Rodden am 22. Juni 2010

Wendische Geschichte und Spätgotik – eingebettet ins Grün der Auen.

Über Rodden schreibt Küstermann: „Unter den 29 Ortschaften, welche zum Gerichtsstuhl Ranstedt gehörten und deren Gerichtsbarkeit Markgraf Friedrich v. Landsberg im Jahre 1285 an den Merseburger Bischof v. Ammendorf verkaufte, findet sich neben Gunthersdorph und Sladebach (Günthersdorf und Schladebach) u.a. auch Rodune d. i. Rodden.“
Am 1. Juli 1950 schlossen sich die Gemeinden Pissen und Rodden zusammen und gründeten die Gemeinde Rodden.
Nur rund 250 Einwohner leben in der Gemeinde. Hübsch eingebettet ins Grün der Aue nimmt sie etwa 360 Hektar ein.
Verkehrstechnisch ist die Gemeinde durch die Kreisstraße 185 an die Bundesstraße 181, die Merseburg und Leipzig erschließt, angebunden. Der Autobahnanschlusspunkt zur A 9 Leipzig – West liegt ca. 5 km entfernt.

Pissen

Im Urkundenbuch Merseburg ist Pissen als Piscini erstmals urkundlich erwähnt. Weitere Erwähnungen 1206 als Piscene und 1285 als Pizzen sowie 1327 als Bizsin im Domarchiv von Merseburg. In der alten Kirchenchronik steht über den Namen Pissen geschrieben: Über die Bedeutung des Namens Pissen lässt sich mit Gewissheit nichts sagen. Manche sind der Meinung, er bedeutete Fischdorf nach dem lateinischen piscis d. i. der Fisch. Die Grundform des Ortsnamen könnte nach Meinung der Sprachwissenschaftler auch bedeuten – wo gestampft wurde…- dies gilt auch als Bezeichnung von bereitstellen von Gedreide…


Pissen ist ein Wendendorf. Es zeigt auch heute noch genau die Form der wendischen Dorflage. Die wendischen Dörfer waren elliptisch, d.h. in der Form eines länglichen Kreises, die Höfe mit den Gärten trapezförmig, die schmale Seite nach dem inneren Dorfplatze, die Breite nach den Gärten und Feldern gelegen. Die Gärten liegen immer hinter den Höfen. Auf drei Seiten ist das Dorf geschlossen Auf der vierten Seite befindet sich das Dorftor, welches verschlossen werden konnte. Die Häuser der Wenden waren von unten herauf Fachwerk von Holz und Lehm ohne gründliche Fundamentierung, mit Stroh bedeckt und anfangs wohl sehr klein.

Die Gemeinde hat sich in den letzten Jahren sehr positiv entwickelt. 1988 ist unsere Gemeinde in den Dorferneuerungsplan aufgenommen worden. Das heißt, dass die im Dorf vorhandene ländliche Bebauung. z.B. Landarbeiterhäuser, Hofstellen u.a. aus kulturhistorischer Sicht einer besonderen Pflege bedürfen.

Touristische Empfehlungen
In der Ortsmitte steht die Kirche, ein kunsthistorisch bedeutsamer Bau. Das Gotteshaus wurde in der Zeit der Spätgotik und dann noch einmal im 18. Jahrhundert umgebaut. Der achteckige von einer zierlichen Haube bekrönte Turm, stammt aus dem Jahre 1755.
Die Kirche wurde im Jahr 1990 aufwendig saniert. Interessant ist auch der im Jahr 2002 restaurierte hölzerne Kanzelaltar mit seitlichen Durchgängen und geschnitzten Akanthuswangen.
Sehenswert ist auch das Kriegerdenkmal von Rodden und das danebenliegende Fundament der Augsburgischen Konfession vom 25. Juni 1830. In dieser Zeit wurde auch die Friedenseiche gepflanzt.
In Pissen entstand aus dem Feuerwehrteich ein reizvolles Biotop.

Kulturelle Höhepunkte
- Preisskat / Jahresanfang
- Aschekehrn / Aschermittwoch
- Osterfeuer / Ostern
- Heimatfest / Juni
- Rassegeflügelschau RGZV Kötschlitz / Dezember

Vereine/Verbände
- Freiwillige Feuerwehr (Bernd Grahl)
- Heimatverein (Christa Gawlak)