Kötzschau
Mitglieder des Ortschaftsrates: Roger Gruhle (Ortsbürgermeister)
Blumtritt, Doreen
Dorn, Manfred
Eberhardt, Nico
Eckstein, Edda
Heuer, Steffen
Kitze, Reinhard
Martinsohn, Karola
Schärschmidt, Dieter
Stange, Martin
Tautenhahn, Jörg
Pöhlandt, Patrik
Weise, Wolfgang
Salz prägte Jahrhunderte lang die wechselvolle Geschichte. Die heutige Gemeinde Kötzschau entstand 1950 aus den bis dahin eigenständigen Orten Kötzschau, Rampitz, Thalschütz Schladebach und Witzschersdorf. Das erste Mal wurde der Name Kötzschau im Jahr 1172 genannt. Später am 10. Oktober 1205 wurde dann der Ort Kötzschau an sich - damals Cotzsowe genannt - erstmals urkundlich erwähnt. Bekannt war Kötzschau über Jahrhunderte für seine Solequellen und deren Nutzung durch eine Saline. Diese salzhaltigen Quellen werden schon 1333 erwähnt. Die Saline Kötzschau soll eine der ältesten im deutschen Raum sein. 1347 wurde die Saline im Krieg zwischen dem Markgraf zu Meißen und dem Magdeburger Erzbischof niedergebrannt. Der Kurfürst zu Sachsen übernahm die Macht über das Salzwerk. Er begann auch damit, die Saline auszubauen. Nach der Zerstörung im Dreißigjährigen Krieg nahm die Saline erst 1697 wieder den Betrieb auf. Hier stand 1798 die erste Dampfmaschine im Kurfürstentum Sachsen. Sie diente zur Hebung der Sole auf die Gradierwerke. Im Jahre 1861 wurde die Saline, seit 1815 zum Königreich Preußen gehörend, stillgelegt. Die Arbeiter und Angestellten fanden neue Arbeit bei der Saline Dürrenberg, der Kohlegrube Rampitz oder bei der Eisenbahn. Das Grundstück mit den Gebäuden fiel an das Rittergut Kötzschau. Smätliche Baulichkeiten wurden abgebrochen.
Am ehemaligen Standort findet alljährlich das Kötzschauer Heimatfest statt. Im Kötzschauer Gemeindegebiet gibt es drei Kirchen und zwar in Kötzschau, Schladebach und in Thalschütz. Rampitz und Witzschersdorf besaßen nie Kirchenbauten.
Am 22.03.1856 erhielt Kötzschau einen Bahnhof. 1857 wurde bei Rampitz und Thalschütz die Braunkohlegrube „Gottes Hilfe“ eröffnet. 1893 modernisierte man die Brikettfabrik und 1902 entstand eine Schwelerei. 1917 wurde dann der Braunkohleabbau unter Tage eingestellt.Das Dorf Rampitz ist 1479 erstmals urkundlich erwähnt worden, doch ist es wesentlich älter. Das benachbarte Thalschütz wird erstmals 1225 urkundlich genannt, Schladebach im Jahre 1012 und Witzschersdorf 1285. 1886 wurde Schladebach weltbekannt, als man hier die damals tiefste Bohrung der Erde, anlässlich einer geologischen Landesuntersuchung, vollbrachte. Stolze 1748,40 m tief war die Bohrung. Bis 1893 hatte dieser Tiefenrekord Bestand.
In Witzschersdorf wurde am 05.04.1945 das wunderschöne Rittergut mit dem barocken Torturm und die Vierseitenanlage wahrscheinlich von einer Luftmine vollkommen zerstört. Ein Gedenkstein am Standort des Torturmes erinnert heute an diese schlimme Nacht in der 36 Menschen den Tod fanden.
Das Rittergut in Kötzschau, mit seinem im Jahre 1840 neu erbauten Herrenhaus, existiert dagegen noch heute. Auf dem Schornstein der alten Brennerei des Rittergutes, befindet sich ein Storchennest, was fast in jedem Jahr mit einem Storchenpaar besetzt ist. Eine Chronik am Schornstein gibt dem Wanderer Auskunft über deren Entwicklung. Oberhalb des Rittergutes befindet sich die Kirche zu Kötzschau, ein schöner romanischer/ gotischer Bau.
Die Heimatstube Kötzschau wurde 1997 im damaligen alten Gemeindehaus eröffnet. Seit Herbst 2001 ist sie in der Leipziger Straße 30 in einer ehemaligen Lehrerwohnung mit 5 Räumen untergebracht. Hier und in einem weiteren Raum
werden die Geschichte des Ortes und des ansässigen Handwerks dokumentiert.In Schladebach, ebenso im ehemaligen Schulhaus, befindet sich das Museum zur Geschichte der Eisenbahnstrecke Leipzig - Großkorbetha. Dort wird eindrucksvoll die Geschichte der Bahnlinie erläutert, an der auch Kötzschaus Bahnhof liegt.
Im Dorfgemeinschaftshaus, das 1928 als neues Schulhaus erbaut wurde, befinden sich heute das Bürgermeisterbüro, der Ratsaal sowie ein Saal, der zu Feierlichkeiten angemietet werden kann. Das neue Feuerwehrgerätehaus konnte 2004 eingeweiht werden und befindet sich unmittelbar neben der Grundschule „Thomas Müntzer“.
Touristische Empfehlungen
Kötzschau ist umgeben von einem Wald, welcher sich fast geschlossen von Schladebach über Kötzschau weiter über Rampitz bis nach Thalschütz zieht. Entlang dessen fließt der Elsterfloßgraben, eines der bedeutenden Technikdenkmäler. Er wurde 1579 zum Flößen von Scheitholz aus dem Elstergebirge für die Saline Kötzschau angelegt. An seinem Ufer führt der Floßgraben-Radwanderweg mit interessanten Hinweistafeln und Rastplätzen durch das Landschaftsschutzgebiet.
Am denkmalgeschützten Floßgraben sind ein alter Fluter und ein Gewölbe von aus dem Jahr 1786, sowie mehrere kleine Gewölbebrücken erhalten.
Kulturelle Höhepunkte
Februar
- Fasching („Gaststätte Hartig“ Schladebach)
- TT-Tunier für Nichtaktive und Freizeitsportler (Turnhalle Kötzschau)
April
- Ostereisuchen Abt. Fußball (Sportplatz Schaldebach)
- Osterfeuer („Gaststätte zur Mühle“ Ralph Drescher)
Juni
- Heimatfest auf dem Festplatz Kötzschau
- Ringreiten auf dem Festplatz Kötzschau
- Festwoche mit Kinderumzug (Sportplatz Schladebach)
Juli
- Bikertreffen (Festplatz Kötzschau)
August
- Sommerfest (Förderverein zur Traditionspflege der Feuerwehr )
- TT-Tunier zweier Herrenmannschaften (Turnhalle Kötzschau)
September
- Tag der offenen Tür (Feuerwehr Kötzschau)
- Dorffest Rampitz (Förderverein zur Traditionspflege der Feuerwehr)
Oktober
- Fuchsjagd Kötzschau
- Drachenfest Kindertagesstätte Sportplatz Schladebach (Witzschersdorf)
Dezember
- Weihnachtsbaumschmücken in Ernst-Thälmann-Platz (Dorfplatz) Kötzschau
- Rentnerweihnachtsfeier„Gaststätte Hartig“ Schladebach
Vereine/Verbände
- Angelverein Kötzschau; Bernd Jäger; Witzschersdorf - Dorfstr. 10a
- Eisenbahnfreunde Kötzschau e.V.; David Falk; Kötzschau - Am Bahnhof 32- Festkomitee zur Vorbereitung u. Durchführung des Heimatfestes; Zöschen–Fasanerie 20
- Freundeskreis der Kirche zu Thalschütz; Hans-Joachim Bisinger; Kötzschau – Dürrenberger Weg 4
- Förderverein zur Traditionspflege der Feuerwehr; Sandy Kauffmann; Kötzschau - Leipzigerstraße 18- Jagdgesellschaft Kötzschau; Hubert Rosenheim; Schladebach - Wölkauer Weg 13 b
- Kaninchenzuchtverein Kötzschau e.V.; Joachim Dube; Kötzschau – Bahnhofstr. 8- Männerchor Schladebach e.V.; Rainer Jannicke; Schladebach - Bauernstr. 31
- Motorradverein (Biker-Club) Kötzschau; Renè Badstübner; Kötzschau – Am Bahnhof 33
- OG-Kötzschau e.V.
- Reitverein Kötzschau; Gerald Neuhofer; Kötzschau - Merseburger Str. 11
- Schäferhundeverein e.V.; Uwe Frank; Nempitz - Schulstraße 6
- Schulförderverein der Grundschule „Thomas Münster“; Ronny Weber; Kötschlitz – Bocksgärten 40
- SV Germania Kötzschau 1932 e.V.; Jürgen Gothe, Vorsitzender Witzschersdorf; Dorfstraße 25
Öffentliche und soziale Einrichtungen
- Bibliothek Kötzschau; Alte Leipziger Straße 68
- Zahnarztpraxis Steffen Busch; Bahnhofstraße 28, Kötzschau
- Physiotherapie; Marika Lenz; Bahnhofstraße 28
- Kindertagesstätte „Liebertsche Stiftung“, Witzschersdorf 10
- Grundschule Kötzschau, Bahnhofstraße 26
Kulturelle Einrichtungen
- Heimatstube Kötzschau; Fam. Andreas Arms; Alte Leipziger Straße 68; Siedlung 14
- Museum zur Eisenbahn Leipzig; – Großkorbetha; Eisenbahnfreunde Kötzschau e.V.; Schladebach - Wallendorfer Straße 61
Internet: www.koetzschau.de
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