Kötschlitz
Mitglieder des Ortschaftsrates: Stolle, Andreas (Ortsbürgermeister)
Dr. Adler, Peter
Albrecht, Jörg
Asmuß, Reinfried
Kratze, Kathleen
Krüger, Berthold
Krumpe, Horst
Kuckelt , Silke
Schumann, Ralf
Wichmann, Steffi
Von Rundling, Bistum und Rittergut – die Geschichte dreier Dörfer. Die Gemeinde untergliedert sich in die drei Ortsteile Kötschlitz, Zschöchergen und Möritzsch. Erstmalig urkundlich erwähnt wurde das sorbisch-wendischen „Kozilici“ = Feldscheune im Jahr 1299 im Hersfelder Zehnregister. Kötschlitz liegt beschaulich in der Elster-Luppe-Aue angegrenzt im Westen an die Leipziger Tieflandsbucht. Kötschlitz
Graf von Hohnethal auf Schloss Dölkau verpachtete das Rittergut Kötschlitz. Die Familie Wendenburg waren 1945 die letzten Pächter des Gutes. Die Landwirtschaft prägte die Landgemeinde außerordentlich. Die wenigen Kleinstbauern mussten Frondienste für die Herrschaft leisten.
Nach 1945 änderte sich das Bild. Das Land wurde an die ehemaligen Landarbeiter aufgeteilt. Der Staat errichtete für die Neubauern eine Maschinenausleihstation (MAS).
Im Jahr 1959 gründete sich die LPG „Roter Stern“, welche sich auch die Gärtnerei Bergmann anschloss.
Durch die Erweiterung der Bahnstrecke Leipzig-Leutzsch erhielt Kötschlitz einen Bahnhaltepunkt. Leider wurde der Bahnbetrieb 1998 eingestellt. 1934 gründete sich die Freiwillige Feuerwehr, der zur Zeit 36 Mitglieder angehören.
Zschöchergen
1337 Gzocherken,
1433 Zschochirchyn,
1482 Tschocherchen
1745 Zschöcherchen
Ein Mann namens Cachor darf als Ortsgründer angesehen werden. Zöschergen entstand am Rande der Elsteraue in einer sehr feuchten und sumpfigen Gegend ca. im Jahr 700. Seit Ende des 6. Jahrhunderts besiedelten Sorben das gesamte Gebiet bis zur Saale.Anfangs bestand der Ort aus einer Familie mit ein bis zwei Hütten. Im 11. Jahrhundert begann die Christianisierung, wobei Zschöchergen sehr unter kirchlichen Einfluss geriet. Das fand seinen Ausdruck in der noch heute sichtbaren Ortsform-Rundling. Maximal 6 Höfe mag der Ort um 1050 gehabt haben. Um 1150 ließen sich die ersten deutschen Siedler im Ort nieder und die deutsche Sprache setzte sich immer mehr durch. Zschöchergen war ein unmittelbares Amtsdorf im Herzogtum Sachsen, im Bistum Merseburg, im Amte Schkeuditz. Im Dorf lebten um 1900 circa 170 Einwohner.
Möritzsch
Am Ende des 6. Jahrhundert drangen von Osten bis zur Elbe und Saale das zur großen Slavenfamilie gehörige Volk der Wenden vor, das in viele Stämme zerfiel. Der Stamm der Sorben hatte das Land zwischen Saale und Mulde inne.
Die Wenden legten ihre Wohnungen gern in Flusstälern, besonders an den Rändern derselben an. Darauf verweist die Bauart des Ortes, da die wendischen Dörfer meist die Gestalt eines Hufeisens, eines Kreises oder eines Viereckes besaßen, in deren Mitte sich ein freier Platz befand - der Rundling. Meist haben auch die Orte, welche auf die Endung –itz oder itzsch enden, wendischen Ursprung.
Mit der Einführung des Christentums ist wohl erst in der Zeit von Otto des Großen begonnen wurden. Um 969 gründete Otto der Große ein Bistum in Merseburg. Möritzsch ein Dorf im Herzogtum Sachsen, in dem Hochstift Merseburg, im Amte Schkeuditz, gehörte zum Rittergut Groß-Dölzig.
Touristische Empfehlungen
Zu den Sehenswürdigkeiten der Gemeinde Kötschlitz gehört zweifelsohne die Annen Kapelle.
Sie wurde 1516 vom Graf Otto von Zweymen, als polygonal geschlossener Saalbau aus Bruchsteinen erbaut. Die heilige Anna weihte die Kapelle im spätgotischen Stil ein. 1983 fanden umfangreiche Renovierungsarbeiten statt. Auch heute noch werden in ihr der sonntägliche Gottesdienst und Kindstaufen zelebriert. Einen Schreinaltar können sie auch in der Kapelle besichtigen.
Kulturelle Höhepunkte
- Osterfeuer / Ostern
- Pfingstbier / Pfingsten
Vereine/Verbände
- Freiwillige Feuerwehr / Herr Seumel
- Geflügelzuchtverein / Herr Rödiger
- Heimatverein / Frau Albrecht
Öffentliche und soziale Einrichtungen
- Kinderkrippe; Am Steinberg 1, 06237 Leuna OT Kötschlitz
- Kindertagesstätte/Hort; Am Rittergut 27, 06237 Leuna OT KÖtschlitz
Internet: www.koetschlitz.de
Veranstaltungen
| < | Juli 2010 | > | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Mo | Di | Mi | Do | Fr | Sa | So |
| 1 | 2 | 3 | 4 | |||
| 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10 | 11 |
| 12 | 13 | 14 | 15 | 16 | 17 | 18 |
| 19 | 20 | 21 | 22 | 23 | 24 | 25 |
| 26 | 27 | 28 | 29 | 30 | 31 | |
Pressemeldungen
28.07.2010
Leunaer Stadtanzeiger - Ausgabe August 2010
Leunaer Stadtanzeiger - Ausgabe August 2010
28.07.2010
Kraftwerk für sechs Wochen vom Netz
Kraftwerk für sechs Wochen vom Netz
27.07.2010
Mit Heizöl im Gepäck
Mit Heizöl im Gepäck
19.07.2010
Chemiestandort erwartet Besucheransturm
Chemiestandort erwartet Besucheransturm





