Historisches zu Günthersdorf

Die erste urkundliche Erwähnung von Günthersdorf stammt vom 8. November 1285. Im Jahr 1640 wurde durch schwedische Soldaten, die durch den 30-jährigen Krieg in der Gegend umherzogen, Günthersdorf überfallen, ausgeplündert und teilweise abgebrannt.
In der Zeit von 1770 bis 1780 riss man wegen Baufälligkeit das Günthersdorfer Schloss ab. Noch heute zeugt einer unserer Schätze, der restaurierte historische Eiskeller, als Überbleibsel dieses Schlosses. Leider gibt es keinerlei Nachweis, wie es ausgesehen hat und wer der Besitzer war.
Am 14. Oktober 1890 fand die Einweihung der  Schule in Günthersdorf (jetzige Kindertagesstätte) durch Pastor Luther aus Pissen statt. Pastor Luther war ein Nachfahre von Dr. Martin Luther.
Anfang des 20. Jahrhunderts, als in Günthersdorf ein richtiger Bauboom einsetzte (1912-1928) siedelten sich auch Handwerksbetriebe und Dienstleister an.
Fischer, Bauern und Jäger zählen zu den „Ureinwohnern“ von Günthersdorf. Sieben Teiche, zum teil künstlich angelegt, erstreckten sich von der „Försterei“ an der Autobahn A9 über das Gelände des jetzigen Einkaufscenters „Nova Eventis“ bis hin zum Elster-Saale-Kanal an der B 181 (Richtung Merseburg).
Durch die politischen und wirtschaftlichen Strukturveränderungen im Zuge der Wiedervereinigung hat sich die Wirtschafts- und Erwerbsstruktur in Günthersdorf erheblich verändert.
Noch in den 80er Jahren stellten die Landwirtschaft, die „Chemie“ und die „Braunkohle“ die dominierenden Wirtschaftszweige dar. Jetzt nimmt das Handels- und Dienstleistungsgewerbe, durch den Einkaufspark „Nova Eventis“ einen beachtlichen Stellenwert ein.