Aktuelles

Ausstellungseröffnung - 100 Jahre hauptamtliche Kommunalverwaltung in Leuna

Dienstag, 9. Mai 2017
  • Ausstellungseröffnung durch Dr. Dietlind Hagenau (Bild: H.Hickmann)

  • Ausstellungseröffnung durch Dr. Dietlind Hagenau (Bild: H.Hickmann)
  • Rechenhilfen im Taschenrechnerformat aus den 1940er Jahren (Bild: H.Hickmann)

  • Rechenhilfen im Taschenrechnerformat aus den 1940er Jahren (Bild: H.Hickmann)
  • Dr. Ralf Schade (Mitte) zeigt die Stempelsammlung (Bild: H.Hickmann)

  • Dr. Ralf Schade (Mitte) zeigt die Stempelsammlung (Bild: H.Hickmann)

In einer neuen Ausstellung, gestaltet vom Stadtarchivar Dr. Ralf Schade, zeigt die Stadt Leuna im Foyer des Rathauses noch bis zum 9. Juni 2017 die Anfänge der Kommunalverwaltung. Die zur Eröffnung anwesenden Gäste folgten einem ausführlichen Beitrag Dr. Schades zur Entwicklung vom ersten Zweckverband bis hin zur Stadt Leuna.

Am 11. Mai 1917 wurde ein Zweckverband gegründet, damit entstand die hauptamtliche Verwaltung und löste die bis dahin ehrenamtlich tätigen Gemeinderäte und den ehrenamtlichen Dorfschulzen ab. Bis 1930 übernahmen Mitarbeiter der juristischen und volkswirtschaftlichen Abteilungen der Leuna-Werke die Aufgaben der Kommunalverwaltung.

1917 wurde der erste hauptamtliche Bürgermeister, Josef Boller, vom Landrat ernannt. Mit ihm zogen 1925 auch die Verantwortlichen, die bis dahin noch im Werk im Bau 26 d ansässig waren, in das Rathaus ein.

Die Ortschaften Daspig, Göhlitzsch, Kröllwitz, Ockendorf und Rössen behielten bis 1930 ihre Selbständigkeit und wurden dann zu einer Großgemeinde zusammengefasst. 1945 erhielt Leuna erstmals Stadtrecht. Eine weitere Veränderung gab es im Jahr 2006, in dem die Verwaltungsgemeinschaft Leuna-Kötzschau gebildet wurde. 2010 folgte Eingemeindung der Orte Friedensdorf, Günthersdorf, Horburg-Maßlau, Kreypau, Kötschlitz und Kötzschau nach Leuna.

Elf Männer waren seit 1925 als hauptamtliche Bürgermeister tätig, 1994 folgte Dr. Dietlind Hagenau, die gleichzeitig als erste Frau dieses Amt in Leuna inne hat und gleichzeitig die längste Amtszeit vorweisen kann.